2020

Volkskrankheit Depression – mehr wissen und gezielt helfen

Wie der BdP-Landesverband Bayern ein schwieriges Thema greifbar gemacht hat

Was wissen wir über Depressionen und andere psychische Erkrankungen? Sie sind weit verbreitet und der Umgang mit ihnen ist schwierig - sowohl für die Betroffenen wie auch für deren Umfeld.  Bei dieser dürftigen Erkenntnislage wollte es der Landesverband Bayern im BdP nicht belassen und machte es zum Thema der Stammesführertagung 2019. Schließlich will man ja helfen, aber wie? Pfadfinder haben das sogar in ihren Regeln manifestiert: „Ich will hilfsbereit und rücksichtsvoll sein“.

Dr. De Valerio vom Münchener Bündnis gegen Depression erläuterte die Symptome der Depression und auch die Merkmale, die sie von einer nur traurigen Stimmung unterscheiden. Beides war den Teilnehmenden aus eigener Erfahrung, ob nun im Pfadfinderstamm oder im privaten Umfeld, nicht unbekannt. Auch die Gründe einer Depression wurden angesprochen und wie das Verhalten Betroffener sich verändert. Das zeigt sich etwa in sozialem Rückzug oder ständiger Gereiztheit. Für diese Menschen da sein, das Gespräch suchen und Hilfe vermitteln gehört zu dem, was für den Einzelnen machbar ist. 

Ebenso wichtig: Was ist nicht machbar für den medizinischen Laien? Diagnose und Therapie gehören ausschließlich in fachliche Hände. Aber hinschauen, nicht wegschauen, für die Betroffenen (gegebenenfalls auch für sich selbst!) Hilfe suchen und den Menschen begleiten, das kann man tun, wenn man etwas über Depressionen und andere psychische Erkrankungen weiß.  

Die Stiftung Pfadfinden unterstützte das Projekt mit einem Betrag von 150 Euro.

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