Fortschritt mit den Ziegen, Sorgen bei der Schulspeisung

Wie sich die vom BdP Rheinland-Pfalz/Saar unterstützen Projekte in Kenia entwickeln

 

Auf Dienstreise nach Kenia ging Wiebke Spieß vom BdP-Stamm „Von Helfenstein“ in Koblenz. Das hört sich interessant an – aber wieso Dienstreise? Genau genommen es natürlich keine Dienstreise, denn die Pfadfinderin war privat unterwegs, unterstützt von der Stiftung Pfadfinden und dem Förderverein Watoto kabisa!. Aber Wiebke hatte einen festen, fast dienstlichen Auftrag für ihre Reise. In Kenia unterstützt der BdP-Landesverband Rheinland-Pfalz/Saar Hilfsprojekte, über die es zu berichten galt.

 

Dabei geht es um Ziegen und um Schulspeisungen. Das Ziegenprojekt läuft schon länger und hat sich insgesamt positiv entwickelt. Heute betreiben insgesamt 50 bedürftige Familien in Gruppen zu zehnt Ziegenaufzucht und sind allmählich in der Lage, davon und von Gemüseanbau zu leben. Anfängliche Schwierigkeiten und Rückschläge sind überwunden, wenn auch nicht immer alles glatt geht. Eine der bereit gestellten Ziegen war an Überfütterung gestorben, andere wurden aus der Not heraus verkauft, manch ein Stall hat nicht gehalten. Dennoch gedeiht das Projekt, an einem Standort ist sogar eine Hühnerfarm geplant.

 

Die pure Armut begegnete Wiebke in den Schulen. Wenn 700 Schüler auf die Schulspeisung angewiesen sind, aber nur 500 Mahlzeiten zur Verfügung stehen, was soll man da machen? Rund die Hälfte der Kinder sind Voll- oder Halbwaisen, die Eltern starben meist an Aids. Und totale Mittellosigkeit lähmt jede Aktivität. Schulspeisung hilft, ist aber – im Wortsinn – nicht genug. „Für manche ist der morgendliche Porridge sogar die einzige Motivation, überhaupt regelmäßig zum Unterricht zu erscheinen“, so Wiebkes Bericht. Der Aufenthalt in Kenia war bewegend und erschütternd, im Umgang mit den Menschen aber auch ermunternd und motivierend für die Reisende aus Deutschland, die – trotz allem - einen positiven Bericht mit nach Hause bringen konnte über die vom BdP unterstützen Projekte in Kenia.

 

Die Stiftung Pfadfinden unterstützte die Reise mit einem Betrag von 200 Euro.

Weitere Informationen findet ihr in dem Blog von Wiebke