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Die „Ritter der Schwafelrunde“ und ihr Zaubertrank

Wie eine BdP-Gruppe aus Süddeutschland im Spiel die Sinne forderte...

 
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Kuratoren vorgestellt: Majon Karg

Die Kuratoren der Stiftung Pfadfinden haben mit sieben Jahren eine verhältnismässig lange Amtszeit. Es gibt keinen festen Wahltermin, an dem das komplette Kuratorium neu besetzt wird. So enden auch Amtszeiten zu unterschiedlichen Terminen oder gelegentlich verlässt auch jemand das Kuratorium. Heute wollen wir Euch Majon mit diesem kleinen Interview vorstellen:

 

Erzähle uns etwas über Deine Pfadfinderlaufbahn?

Ich war weder Wölfling noch Pfadfinder, sondern eine klassische Quereinsteigerin! Und zwar habe ich mit 16 Jahren als Meutenführerin angefangen. Und schon ein Jahr später das ganze wieder in Frage gestellt. Aber dann waren da schon die ganzen Kontakte....

 

 

Wie kam das?

Ich war von der damaligen Stammesführerin angesprochen worden, mit deren Sohn ich in einer Klasse war. Und nach dem ersten Jahr wollte ich auch nicht so einfach wieder aufgeben. Dann kam die übliche Laufbahn, neben Abitur und Studium war ich auf Landesebene aktiv, Kursteamerin, Landesbeauftragte für die Wölflingsstufe, Bundesrudel...

 

Wieso dann doch?

Irgendwann sitzt man da bei dem Bundesarbeitskreistreffen und denkt „wenn ich 30 bin, will ich nicht mehr so aktiv hier sein“. Das ist eine Art selbstkritischer Betrachtung. Ich wollte nicht so enden wie manche, die ich früher selbst kritisiert habe!“ Dann waren da auch berufliche Veränderungen, und Freunde, die zur selben Zeit aufgehört haben. Schließlich sind da doch auch jüngere Leute mit deutlich mehr Kreativität.

 

Was kam dann, was machst Du mit all der Freizeit?

Mit der Vespa durch die Gegend brettern.... halbwegs regelmäßig Sport.... ja, ganz ehrlich, die Wochenenden entspannt auf dem Sofa zu verbringen, war gar kein Problem nach der aktiven Pfadfinderzeit.

 

Stifterin bist Du schon seit Beginn des Jahrtausends.... Wieso jetzt plötzlich Kuratorium?

Ich unterhielt mich mit meiner jüngeren Nicht über ehrenamtliches Engagement zu einem Zeitpunkt, als ich gerade nichts Ehrenamtliches mehr gemacht habe. Ich wollte sie zu einer ehrenamtlichen Aufgabe motiveren, als sie mich fragte, was ich denn eigentlich machen würde. Tja, darauf konnte ich nichts sagen, außer dass ich ja früher so engagiert gewesen sei. Dabei spürte ich, dass wir beide mit dieser Antwort nicht zufrieden waren.

Kurz danach tauchte auf facebook das Profil der Stiftung auf, auf dem ich natürlich gleich bekannte Gesichter gesehen habe. Da kam bei mir das Gefühl auf „da wäre ich gern dabei gewesen“ (bei einem Treffen der Stiftung; Anm. d. Red.). Also war meine Frage, „Wo kann ich mal wieder was machen, ein Projekt unterstützen?“

 

Nur aufgrund des Profils und des Fotos?

Ja, ich freue mich richtig, dass ich so angefixt war von diesem facebook-Foto.... und dadurch Lust gekriegt habe, wieder was zu tun. Und in meinem Stamm oder Landesverband aktiv zu werden, war einfach keine Option, da ich seit 20 Jahren aus der Heimatstadt weg bin.

 

Und wie siehst Du Deine Rolle jetzt im Kuratorium?

Da bin ich offen, was auf mich zukommt. Auffällig sind für mich die Gesprächsstruktur und der Umgang mit bestimmten Themen. Die sind mir schon vertraut, ziehen sich durch die Pfadfinderei wie ein roter Faden. Aber ob diese von uns gepflegte Selbstironie nötig ist? Wie in der Kuratoriums-Sitzung gesagt, es fällt uns schwer, uns mal selbst zu loben. Bzw. dazu zu stehen, dass man jetzt in dieser Lebensphase sich solch eine Aufgabe gesucht hat. Der Spruch zum Beispiel „Willkommen im Altenheim des BdP“ würdigt nicht die Arbeit, die in/von der Stiftung geleistet wird. Wir sind das Kuratorium, wir drängen uns niemandem auf, wir haben gemeinsam eine riesige Kompetenz und können damit an den richtigen Stellen sehr viel bewirken. So sehe ich das.

 

Ein klares Bekenntnis an der richtigen Stelle?

Ja! Ich kann mich an die Bundesversammlung erinnern, als die Aufbaustiftung eingeführt wurde. Und Tommes stand auf und sagte „Ja, dann bin ich dabei“. Das war für mich auch der Moment einzusteigen, nun bin ich wieder so weit. Und meiner Nichte kann ich die Frage nach meinem Engagement auch wieder zufriedenstellender beantworten.