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Meine Pfadfindergeschichte

Tom Levine, bekannter Journalist, Buchautor und Kurator der Stiftung Pfadfinden gab auf dem Bundeslager des BdP auf dem Buhlenberg den Startschuss: „Wir wollen Geschichten sammeln. Und sie als Buch veröffentl-ichen.“ Aus gutem Grund: Fast jeder Pfadfinder hatte im Laufe seiner aktiven Zeit ein Schlüsselerlebnis, dass sie/ihn besonders geprägt hat. Wir glauben, dass das nicht nur besonders spannen- de Geschichten sind, sondern sicherlich auch viele Pfadfinder und ihre Freunde interessiert. Denn uns verbindet alle die gleiche Idee. Insofern werden die Geschichten inhaltlich ein bunter Strauß werden, aber sie alle zahlen auf das gleiche Konto ein: Die Wertewelt unserer Gemeinschaft. Und wir als Stiftung haben natürlich ein besonderes Interesse, diese Werte weiter zu vermitteln. Aber wir wollen keine Bibel drucken. Sondern tolle Geschichten. Damit das klappt, haben wir ein paar Anmerkungen und auch ein paar Anregungen.

 

Das Motto

Es geht um Schlüsselerlebnisse. Das mag die erste Nacht in einer Kothe gewesen sein. Der erste Tschai. Der Liederwettbewerb. Ein Bula, ein Jamboree. Oder die erste Liebe. Die Nachtwanderung. Die Freundschaft. Nur Ihr wisst, was es genau war. Jetzt könnt Ihr in Euren Erinnerungen graben und uns Eure Geschichte erzählen.

 

Der Umfang

Bitte liefert uns eine Kurzgeschichte. Die mag auf einer DIN A4 Seite erzählt sein. Oder auf maximal 4 Seiten. Denn unser Buch soll ja ein Kompendium werden. Deswegen kurz und knapp, aber unterhaltsam.

 

Die Geschichte

Bitte schreibt so, dass auch Menschen, die Euch nicht kennen, an der Geschichte teilhaben können. Das funktioniert am besten, indem Ihr Referenzen nennt (das Jahr, den Stamm und andere Bezüge), vor allem aber jemandem anders das Geschriebene vorlest, der Euer Schlüsselerlebnis nicht kennt. Wenn der alles versteht, werden es auch andere verstehen.

 

Die Vorlage

Am liebsten nehmen wir die Geschichten digital (Word) an. Dann sind sie am einfachsten zu bearbeiten. Aber gerne auch in handschriftlicher Form. Bitte sendet uns keine Originale, die Ihr zurück haben wollt. Ihr könnt Fotos, Zeichnungen oder fotografierte Erinnerungsstücke beifügen, die wir zur grafischen Gestaltung des Buches nutzen wollen. Auch hier wäre es besser, ein digitales Format (z.B. jpeg) zu liefern.

 

Die Auswahl

Wir haben eine Redaktion eingerichtet. Hier urteilen Profis (z.B. Journalisten) über die Geschichte. Sie entscheiden auch über die Veröffentlichung. Wird Eure Geschichte nicht veröffentlicht, mag das daran liegen, dass wir bereits ähnliche Geschichten aufgenommen haben, oder dass die Geschichte nicht so Recht in das Umfeld passt. Ganz sicher hat es nichts mit Eurer Schreibe zu tun, denn hier wollen wir ganz bewusst keine geschliffene Rede, sondern vielmehr größtmögliche Authentizität.

 

Die Veröffentlichung

Das Buch soll zu Weihnachten erscheinen. Alle Autoren werden selbstverständlich genannt. Bitte deswegen zwei Dinge tun: Fügt Eurer Geschichte einen kurzen Lebenslauf und ein Foto von Euch bei. Und liefert uns die Geschichte bis spätestens 10. Oktober an: till(at)till-wagner.com

 

Die Kosten

Es entstehen Euch keinerlei Kosten. Aber wir zahlen auch keine Honorare. Jeder veröffentlichte Autor bekommt natürlich ein kostenfreies Belegexemplar des Buches. Ehrensache. Mit den übrigen Erlösen (das wird ein tolles Weihnachtsgeschenk für Deine Familie und Freunde!) unterstützen wir die Stiftung Pfadfinden.

 

Und jetzt:

Kann es losgehen. Viel Spaß beim sprichwörtlichen Geschichte schreiben. Wer Fragen hat, meldet sich bei

Tom Levine (0175-4153658 - tom(at)levine.de)

oder Till Wagner (0151-25340000 - till(at)till-wagner.com).

Die beiden versuchen dann zu helfen.


Hier sind die Anfänge der ersten Geschichten.

Und weiterlesen könnt Ihr im Buch „meine Pfadfindergeschichte“, das im Dezember 2009 erscheinen wird.

 

Herbert von der Linden (tax):Meine Pfadfindergeschichte

beginnt während des so genannten Dritten Reiches. Ich befand mich als 13-jähriger Pimpf in einem KLV (=Kinderland-verschickung)-Lager in der Nähe von Pilsen im damaligen Protektorat Böhmen und Mähren, heute wieder Tschechische Republik. Die deutsche Jugend sollte vor den Gefahren des Bombenkrieges geschützt werden, und so kamen mehr als fünf Millionen Mädchen und Jungen in sog. nichtgefährdete Gebiete, wo sie unter der Leitung von HJ-Führern und teilweise reaktivierten Lehrerinnen und Lehrern in Größenordnungen von 30-100 Schülern für den Führer „erzogen“ werden sollten. Wir hatten aber als Lehrer eine Reihe von Erziehern, deren Ausbildung noch vor 33 endete und die deshalb auch nicht als linientreu zu  bezeichnen  waren.

 

Tom Levine: 60 Pounds, please.

Ich bin ziemlich sicher, dass ich in meinem Leben nie wieder so viel Geld für einen halbtrockenen Sekt ausgegeben habe. „60 Pounds, please“, hatte der Mann in der Künstlerkantine der Royal Albert Hall in London mir zugelächelt. Das sind damals gut und gerne 180 Mark gewesen; ein Vermögen. Ich zahlte mit zitternden Fingern und  ging mit der Flasche (in einem Eiskübel, man hat Stil als angehender Künstler) und verteilte den Inhalt auf viel zu viele Gläser, so dass dann jede und jeder einen Fingerhut süßkribbelnden Nass zu sich nehmen konnte. Aber dann fing der Pfadfinder-Chor aus Pistoia zu singen an, und ich war wieder versöhnt mit meiner langfristigen Finanzplanung.

 

Rüdiger Immig (Kwaggs): Meine Pfadfindergeschichte  - meine Berufsgeschichte

1954 kam ich auf das Gymnasium. In den ersten Tagen sprach mich und andere Mitschüler ein „ junger Mann“ an. Wie sich nach Unterricht herausstellte, war es der Meutenführer des Stammes Wiking, der uns keilen wollte.

Seit einem halben Jahr war ich in der Jungschar, aber das was er uns erzählte, war für mich so interessant und spannend, dass ich meine Eltern um Erlaubnis bat, zu den Pfadfindern zu gehen. Quäggi stellte sich meinen Eltern vor, der Eindruck war positiv und so kam ich zu den Pfadfindern. Die Heimabende fanden jeweils am Samstag im Jugendheim des Stadtjugendausschusses statt. Was in der Meute so

gemacht wurde, ist euch allen bekannt.  Das erste prägende Erlebnis war das Wölflingsversprechen. Es war ein spannendes und aufwühlendes Wochenenderlebnis. Wir fuhren mit unseren Rädern in den Hardwald zur Pfadfinderhütte.

 

Till Wagner: Meine Pfadfindergeschichte.

Ich bin aufgrund einer sexuellen Beziehung Pfadfinder geworden. Keine schlechter erster Satz, oder? Und er garantiert, dass Sie meine Geschichte noch ein wenig länger lesen werden. Aber Achtung: das ist weder eine Liebesgeschichte, noch kommt viel Sex in ihr vor.

Es war vielmehr so: Meine ältere Schwester hatte eine Beziehung mit dem Stammesführer der berühmt berüchtigten Feuerreiter aus Braunfels. Ihre erste Beziehung. Dieser Kerl, nennen wir ihn Schudy, hatte einen ziemlich gemeinen Plan, um den kleinen Bruder der Freundin aus dem Weg zu räumen.