Stiften und Spenden von Todes wegen
Es ist heute auch bei jungen Menschen kein Tabu mehr, Regelungen für den Fall des Todes zu treffen. Dabei kann eine Stiftung als Erbe oder Vermächtnisnehmer in Betracht kommen. So kann, wer mag, von Todes wegen Stifterin oder Stifter werden oder eine zu Lebzeiten eingebrachte Stiftung mit einer persönlichen Zustiftung aufstocken.
Zugegebenermassen ist der Todesfall in jungen Jahren unwahrscheinlich, irgendwann aber ist er unausweichlich. Und deshalb ist es nie zu früh, Entscheidungen über die Zuwendung des Vermögens innerhalb der Familie, an Dritte, über den Verbleib persönlicher Gegenstände, Massgaben zu Trauer, Feier und Angedenken zu treffen. Wer bedacht wird, ist eine persönliche Angelegenheit. Dankbarkeit, Verantwortung für Hinterbliebene oder anderweitige Gestaltungswünsche mögen den Ausschlag geben. Ohne persönliche Ordnung des Nachlasses gilt die gesetzliche Erbfolge, vereinfacht: es erben die Nachfahren, Gatte bzw. Gattin, Eltern und deren Nachfahren (also Geschwister etc.) und schliesslich Grosseltern und deren Nachfahren.
Wieso also nicht an die Stiftung Pfadfinden denken? Viele teilen den Gedanken, mit einer Stiftung einen Beitrag für etwas zu leisten, das in ihrem Leben wichtig war. Mancher möchte zu Lebzeiten sein Vermögen jedoch zusammen halten, für den eigenen Unterhalt, Not- und Wechselfälle des Lebens bei sich und nahen Angehörigen. Wenn aber am Ende "doch etwas übrig bleibt", soll ein Teil davon an gute Zwecke gehen, von denen man selbst profitiert hat.
Junge Menschen erwerben immer öfter Werte, noch bevor sie Verantwortung für Kinder oder Partner zu übernehmen haben. Auch Lebensversicherungen werden früh abgeschlossen und bieten womöglich den "Todesfallschutz", ohne dass zunächst ein Bezugsberechtigter eingetragen werden könnte. Deshalb verfassen junge Menschen für den tragischen Fall, dass sie, etwa durch ein Unglück, früh versterben, noch selten, aber dann mit gutem Grund ein Testament, um ihnen nahestehende Personen oder wichtige Anliegen ihres jungen Lebens zu bedenken.
In der Stiftung Pfadfinden stehen wir allen, die die Stiftung "bedenken" wollen, beratend, diskret und unkompliziert zur Verfügung. Unsere Vorsitzende Karin Dittrich Brauner und unsere Kuratorin Charlotte Mania (vermaechtnisse(at)stiftungpfadfinden.de) freuen sich über Anfragen jeder Art.
