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Indianer, Siedler und die Häuptlingstochter – alles Pfadfinder

Wie Völkerverständigung sich verwirklichen lässt – jedenfalls im Spiel...

 
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Interesse an Natur im Sturzflug?

Stiftung Pfadfinden fördert das Abenteuer in der freien Natur

 

Zur aktuellen Debatte in deutschen Medien über den "Jugendreport Natur06" meldet sich die Stiftung Pfadfinden mit folgender Presseinformation zu Wort:

 

BONN/MAINZ. Eine kürzlich veröffentlichte Studie unter 2200 Jugendlichen aus NRW brachte Erschreckendes zutage: Acht von zehn Kindern glauben, sie dürften Käfer und Frösche nicht in die Hand nehmen. Jeder Vierte hat noch nie ein Reh gesehen. Die Wüste wird kurzerhand nach Deutschland verlegt und Enten sind angeblich gelb.

 

"Es ist tatsächlich bestürzend, was im "Jugendreport Natur 06" des Marburger Natursoziologen Rainer Brämer steht", befindet auch die Vorsitzende der bundesweit tätigen Stiftung Pfadfinden, die Psychologin und Unternehmensberaterin Karin Dittrich-Brauner. Die Studie zeige, wie notwendig es sei, Kindern die Natur nahe zu bringen. "Um so wichtiger ist es, dass es Jugendgruppen wie die Pfadfinder gibt, bei denen das Naturerlebnis im Mittelpunkt steht".

 

Peter Christmann aus Bonn, Regierungsdirektor a.D., früher aktiver Pfadfinder und Pressesprecher der Stiftung Pfadfinden, sieht es so: "Unsere Stiftung fördert Projekte, bei denen Kinder und Jugendliche sich auf das Abenteuer Natur einlassen, dabei Führungsfähigkeiten entwickeln und Teamarbeit lernen - damit wirken wir auch der Gefahr der Reizüberflutung in der Hightechwelt entgegen". Denn die Idee des Persönlichkeitstrainings in freier Natur, so Christmann, sei keineswegs neu. Sie gehöre seit knapp hundert Jahren zum „Handwerkszeug“ der Pfadfinderbewegung. „Learning by doing“ – also lernen durch praktisches Handeln oder ausprobieren – sei eines der Leitmotive des weltweiten Scout Movements mit heute fast 30 Millionen Mitgliedern. 2007 werden die Pfadfinder ihren 100. Geburtstag feiern.

 

Die Pfadfinder machen Erlebnispädagogik und Selbsterfahrung in der Natur für Kinder und Jugendliche möglich. Nur mit dem, was sie auf dem Rücken tragen können, gehen die „Pfadis“ raus ins Freie. „Schwierige Situationen sind nicht nur eine Herausforderung, sondern oft der Anfang für unvergessliche Erlebnisse“, heißt es etwa in einer Broschüre des Bundes der PfadfinderInnen, BdP. „Mit der Einstellung, Schwierigkeiten nicht aus dem Weg zu gehen, sondern sie gemeinsam mit anderen zu meistern, beginnt das Abenteuer. Und zu wissen, dass die anderen hinter einem stehen, gibt uns den Mut, unsere Grenzen zu überschreiten“, heißt es dort.

 

Damit dies weiterhin so bleiben kann, betont Christmann, wurde die Stiftung Pfadfinden gegründet. Sie setze sich für die Verbreitung pfadfinderischer Ziele und Methoden ein und fördere innovative Projekte der Pfadfinder in Deutschland. „Seit sich der Staat immer mehr aus der Mitfinanzierung von Jugendarbeit zurückzieht, wird praktisches Bürgerengagement immer wichtiger“, sagt er. Die Stiftung sei als gemeinnützig anerkannt und verfüge mittlerweile über ein Stiftungskapital von knapp 300.000 Euro. Das Geld werde fest angelegt – und nur die Zinsen für die Jugendarbeit verwendet. Die Stiftung werde von einem Stiftungsrat ehrenamtlich geleitet und vom Staat überwacht.