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Pfadfinderarbeit als Überlebenshilfe

Welche unerwarteten Eindrücke eine BdP-Gruppe beim Besuch in Kenia machte ...

 
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Sammeln mit System – am Ende steht das Liederbuch

Welche Mühe sich der Stamm „Geisterburg“ mit dem Liedgut gemacht hat.

 

Liedgut ist ein hohes Gut – besonders in Zeiten nachlassender Freude am Singen bei jungen Menschen. Pfadfinderinnen und Pfadfinder singen von sich aus eigentlich gern, aber auch bei ihnen muss gelegentlich nachgeholfen werden. Ein probates Mittel ist das Stammesliederbuch, also die vor Ort individuell für die eigene Gruppe erstellte Sammlung. So etwas hat es zwar immer schon gegeben in der Pfadfinderarbeit, da aber die Aktualität jeder Liedersammlung mit der Zeit nachlässt, besteht stets Handlungsbedarf.

 

Das sah auch der Stamm Geisterburg des BdP (Landesverband Schleswig-Holstein /Hamburg) so und machte sich mit einer kleinen Gruppe junger Erwachsener an die Arbeit. Wie erwartet, gestaltete sich das Projekt keineswegs einfach. Welche Lieder nehmen wir auf? Wie klären wir strittige Fälle? Kommen manche Lieder aus prinzipiellen Gründen gar nicht in Betracht – oder sind alle willkommen? Die siebenköpfige Gruppe fasste dabei heiße Eisen an und einigte sich nach einem komplizierten Entscheidungsprozess darauf, dass jedes Lied die einfache Mehrheit (fünf von acht) braucht. Die Diskussion führte übrigens auch dazu, dass zwei Mitglieder der Arbeitsgruppe den Beschluss nicht mittragen konnten. Das gehört zu einem solchen Prozess und zeigt ein Stück Lebensrealität.

 

Immer wieder traf sich die Gruppe, besprach erklärungsbedürftige Lieder, „last minute“-Meldungen bargen Diskussionsstoff, ein paar „Klassiker“ wären beinahe übersehen worden. Probesingen gehörte dazu wie die Vervielfältigung der Texte und die Übernahme geeigneter Noten sowie die Druckvorbereitung. Dann war das Stammesliederbuch aber doch fertig – rechtzeitig zur Fahrtensaison 2005 mit dem Sommerlager im Saarland und dem anschließenden Bundeslager.

 

Die Stiftung Pfadfinden förderte das Projekt mit einem Betrag von 300 Euro.